Feuer! Und dann?

Notfallabwehr mit der Bing-Maps-API


In der letzten Zoom! hatten wir Ihnen anhand von drei Beispielen gezeigt, wie einfach mit der Bing-Maps-API geobezogene Aufgabenstellungen zu lösen sind. Da kommt ein aktueller Tweet gerade recht, der den Faden vom Beispiel in die Praxis weiterspinnt.

Wolfgang Claussen/Pixabay.com
Wolfgang Claussen/Pixabay.com

enn eine Gefährdungslage eintritt, sollten möglichst umgehend alle betroffenen Stellen informiert werden. Da können auch einfach und schnell zu realisierende Systeme wie die Analyse mit Bing Maps eine wertvolle Hilfe sein.

Das indische Unternehmen Inogic Tech hat mit der Software Maplytics eine für Microsoft Dynamics zertifizierte geoanalytische App entwickelt. Mithilfe der Bing-Maps-API wurde ein Baustein implementiert, der Maplytics um ein System zur Notfallabwehr erweitert.

Das ist die Ausgangslage: Eine gemeinnützige Organisation hat die Aufgabe, für Schüler in einer Region für Sicherheit zu sorgen. Entführungen, Buschbrände, verdächtige Aktivitäten, andere Bedrohungen – sobald eine als kritisch eingestufte Situation eintritt, muss die Organisation Schulen informieren, die sich in der Nähe des Ereignisses befinden. Die Schulverwaltung hat dann die Möglichkeit, ein Team zu schicken und vorbeugende Maßnahmen zur Minimierung der Gefahr zu ergreifen.

Die Abbildung illustriert ein Beispiel­szenario, in dem in einer Ölfabrik ein Feuer ausgebrochen ist. Der Standort des Feuers wird im System erfasst und bildet die Grundlage, um drei verschiedenen Intensitätsstufen der Gefährdung zu berechnen: High Alert, Low Alert und Informative Alert.

Da sämtliche Schulstandorte bereits digitalisiert vorliegen, mit zahlreichen weiteren Informationen, können die betroffenen Schulen in den drei Gefährdungsgebieten umgehend ermittelt und per Telefon und E-Mail informiert werden.

Räumliche Abfragen

Die Bing-Maps-API bietet mit dem Spatial Math Module verschiedene Operationen an, die räumliche Berechnungen ermöglichen. Genau dieses Modul kommt in Maplytics zum Einsatz und ermöglicht, die Standorte der Schulen zu selektieren und mit weiteren Informationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Ansprechpartner etc. anzuzeigen. Der unmittelbare und direkte Zugriff sorgt dafür, dass die notwendigen Schritte umgehend eingeleitet werden können.

In dem Blog-Beitrag von Inogic Tech (den Link finden Sie auf unserer Homepage) wird auch näher auf Bausteine der API eingegangen. Und das Schönste: Wenn Sie sich etwas mit unseren im Internet verfügbaren Beispielen der letzten Zoom! beschäftigt haben, dann wird es für Sie ein Leichtes sein, eine vergleichbare Applikation selbst umzusetzen.

Denn das ist der Kern der Bing-Maps-API: ein mächtiges Werkzeug, aber schnell zu integrieren und einfach anzupassen.