Das ist das DDS Data Grid

Eigenschaften, System und Vorteile


DDS Data Grid ist nicht primär die Geometrie als solche, das Wesentliche sind die mit diesen Geometrien gelieferten Daten wie Bevölkerung, Kaufkraft, Psychographie etc.

Das exemplarisch über eine OpenStreetMap-Karte gelegte 100 x 100 m-Raster verdeutlicht die Ausdehnung der kleinsten Einheit des DDS Data Grid.

Das Modell des Rasters ist prinzipiell völlig ohne Geometrien einsetzbar: Sobald in einer Datenbank Informationen mit einer Geoposition vorliegen, können diese per Algorithmus einer Rasterzelle zugeordnet werden und ermöglichen umfangreiche raumbezogene Auswertungen. Man kann davon sprechen, dass mit dem Raster die flächenhaften Analysen direkt in die Datenbank transportiert werden und somit die Vorteile von datenbankinternen Berechnungen ausnutzen können. Und umgekehrt können die Ergebnisse dann in der Fläche visualisiert und analysiert werden.

Die Kerneigenschaften einer Rasterzelle

  • einheitliche Nomenklatur
  • unveränderbar
  • skalierbar
  • europaweit einheitlich
  • unabhängig von räumlichen Veränderungen
  • unempfindlich gegenüber Umbenennungen
  • verlässlich auch bei der Betrachtung langer Zeitreihen

Das Rastersystem

  • Das DDS Data Grid besteht aus sieben aufeinander aufbauenden Zellgrößen mit Kantenlängen von 100, 250 und 500 m sowie 1, 2, 5 und 10 km.
  • Streng logische Benennung der Zellen (für Fachleute: der »Cell Code« ergibt sich aus der Kantenlänge und der unteren linken Ecke der Koordinaten in abgekürzter Form, also z. B. 1kmN2599E4695)
  • Europaweit verfügbar nach der »INSPIRE Grid«-Spezifikation
  • Jede Zelle kennt ihre Umgebung: In horizontaler Richtung ist bekannt, wer rechts und links, oben und unten liegt, in vertikaler Richtung, in welcher übergeordneten Zelle sie liegt und welche untergeordneten Zellen sie enthält.
  • Die Geoposition eines Datensatzes kann dank der Systematik der Zellbenennung direkt dem Raster zugewiesen werden – in der Datenbank, ohne den Einsatz von Geosystemen.
AnnaER/Pixabay.com
AnnaER/Pixabay.com

Eine der großen Vorteile der Rasterzellen ist ihre Unveränderbarkeit – quasi der »Verschluss« ihrer räumlichen Lage.

Vorteile

  • Die einheitliche Flächengröße und -form bedeuten:
    • neutrale Raumgliederung
    • untereinander homogene Gliederungseinheiten
    • einwandfreie flächenmäßige Vergleichsmöglichkeit
    • strenge regionale Vergleichbarkeit der gitterfeldbezogenen Inhalte.
  • Die Unveränderlichkeit der Zellenform und -größe in der Zeit bietet:
    • Möglichkeit zu Zeitreihenanalysen
    • Erhalt der geometrischen Bezugsfläche auch im Falle der Änderung z. B. postalischer, administrativer oder sonstiger geographischer Umgebungen
  • Absolute Werte zu bestimmten Häufigkeiten sind zugleich die Dichtewerte - durch den Bezug der statistischen Daten auf immer gleich große Flächen
  • Flächen, die die gleichen Häufigkeiten besitzen, können zu einheitlichen Dichtegebieten zusammengefasst werden
  • Die regelmäßige Teilbarkeit der Rasterfelder ermöglicht die Anpassung an verschiedene Maßstäbe und eine maßstabsgerechte Generalisierung auch auf vollautomatischem Wege
  • Ausbaumöglichkeit international vergleichbarer Netze über große Räume
    • Grenzüberschreitende Harmonisierung von digitalen Geodatenbeständen
    • Erleichterte Integrationsmöglichkeit internationaler Daten
    • Arbeitserleichterung in internationalen Arbeitsgruppen
  • Die Nutzung von INSPIRE-konformen Rastern bietet einfache Bezugs- und Kombationsmöglichkeit von Daten unterschiedlichster Quellen

Übertrag von Informationen ins Raster

Beim Übertrag von Informationen in das Raster gibt es immer auch Grenzfälle:

Übertrag Flächeninformationen

raster-area

Das Beispiel  zeigt eine Zelle mit drei Flächen, z. B. PLZ-Gebiete. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, aus diesen Gebieten Informationen in die Zelle zu übertragen:

  • Nach dem »Maximum Area«-Kriterium wird der kalkulierte Wert übertragen, den die größte Fläche besitzt.
  • Genauer wird es, wenn für jede Fläche der Flächenanteil berechnet wird und dann der kalkulierte Wert entsprechend seines Anteils übertragen wird. Diese »Proportionale Kalkulation« kann noch durch Gewichtungen optimiert werden.
Übertrag Punktinformationen

raster-points

Häufig werden aber Punktinformationen übertragen, deren Lage und damit Bezug zur Rasterzelle immer eindeutig ist