Bing Up Your Website (2)

Die Weiterentwicklung des Karten-Widget bei CM4all


In der Zoom 1/2017 haben wir darüber berichtet, wie das Kölner Unternehmen CM4all Bing Maps in das eigene Content-Management-System eingebunden und damit Millionen Kunden zur Verfügung gestellt hat. Nicht zuletzt durch die Aktualisierung der Bing-Maps-API auf die Version 8 hat das Unternehmen diese Applikation jetzt gründlich überarbeitet.

NicoElNino/iStock.com
NicoElNino/iStock.com

Ein Content Management System stellt in einem »Website-Baukasten« sogenannte Widgets zur Verfügung, mit denen mühelos eine flexible und vielseitige Homepage erstellt werden kann. Das neue Bing-Maps-Karten-Widget von CM4all ist ein Beispiel dafür.

Das Content-Management-System von CM4all, das bei zahlreichen namhaften Firmen wie der deutschen Telekom oder Strato im Einsatz ist und in 25 Sprachen vorliegt, ist als Website-Baukasten konstruiert. Über sogenannte Widgets, also kleine Applikationen, die ganz spezielle Aufgabenstellungen erfüllen, stellt der Nutzer seine Homepage zusammen. Eines dieser Widgets steuert die Einbindung von Bing Maps.

Die Überarbeitung des Bing-Maps-Widgets erfolgte als komplette Neuentwicklung. Das Ziel lag darin, die Darstellung zu verbessern, das Design der Karte moderner, schicker zu gestalten, damit es sich besser in die heutigen Websites einfügt. »Der native Bing-Maps-Stil war unserer Sicht nicht mehr ganz zeitgemäß«, erläutert Christian Luhnen, Projektleiter Bing Maps Integration bei CM4all. »Deswegen sind wir den Weg gegangen, dem Nutzer in diesem Widget individuelle Kartenstile zur Verfügung zu stellen.«

Welche Karte hätten Sie denn gerne? CM4all bietet derzeit seinen Kunden drei individuelle Kartenstile an, die das Unternahmen mit Hilfe der Bing-Maps-API selbst an die eigenen Vorstellungen anpassen konnte.

Damit stehen drei Darstellungsoptionen zur Auswahl:

  • Ein Stil lehnt sich an vertrauten Kartenbildern des Mitbewerbs an.
  • Eine sehr leichtgewichtige, graue Darstellung bietet die Möglichkeit, den eigenen Standort sehr plakativ auf der Karte darzustellen.
  • Eine sehr kräftige Schwarz-Weiß-Darstellung fügt sich gut in sehr kontrastreiches Webdesign ein.

Ermöglicht wurde das überhaupt erst dadurch, dass Bing Maps jetzt einen aktiven Eingriff an die Gestaltung bietet: Beim Aufruf der Karte kann den einzelnen Kategorien, also z. B. den Hauptstraßen, Wald, Gewässern etc. direkt ein individueller Farbstil zugeordnet werden. Die Karte wird dann On-the-fly erzeugt und in dem individuell vorgegebenen Stil ausgeliefert. »Eine tolle Möglichkeit und einer der Anlässe, warum wir uns bei der Neuprogrammierung weiterhin für Bing Maps entschieden haben«, ergänzt Christian Luhnen. »Wir konnten damit auf vielfach geäußerte Wünsche unserer Kunden eingehen.«

Treu geblieben

Bei der Umstellung des Systems hat CM4all auch die Angebote andere Anbieter analysiert, aber vor allem durch das klare Lizenzmodell und die mit der jüngsten Aktualisierungen der Version 8 der API einhergehende Modernisierung von Bing Maps hat sich der Anbieter entschieden, bei dem Microsoft-Produkt zu bleiben.

Neben dem Kartenstil wurden auch weitere Kartenelemente an eine deutlich modernere Anmutung angepasst – die Symbole wie +/-, der auf der Karte platzierte PushPin, der »Bubble« (die Informationsanzeige zu einem Pin), kurz alle kleinen Navigationselemente.

Und es gibt auch Pläne für die weitere Entwicklung. Ein Karten-Widget bietet ja eine breite Palette an Möglichkeiten, und CM4all ist gedanklich schon in der Weiterentwicklung. So soll z. B. die Anzeige mehrerer Standorte realisiert werden, auch die Erweiterung um mehrere Kartenstile ist angedacht. »Bing Maps bietet viele Möglichkeiten, um auf neue Anforderungen der Kunden zu reagieren«, schließt Christian Luhnen. »Unsere Schublade ist voll von Ideen, aber im Endeffekt wird der Kunde definieren, mit welchen Funktionen wir das Widget in nächster Zeit erweitern.« Denn auch für ein Widget gilt: Der Kunde ist König.