OTC und Homöopathie

Kaufkraftpotenziale als Steuerungsinstrument


Die Kaufkraft für einzelne Artikelgruppen wie OTC oder Homöopathie zeigt durchaus deutliche Unterschiede in der regionalen Verteilung – und beeinflusst Entscheidungen in der Steuerung von Vertrieb und Marketing.

Im Beitrag »Besuchsregelung« sprachen wir schon von den OTC-Artikeln speziell im Gesundheitsmarkt. Das Unternehmen GfK bietet Daten zur OTC-Kaufkraft an, die das apothekenübliche Sortiment für die Selbstmedikation umfassen, von apothekenpflichtigen Arzneimitteln über Nahrungsergänzungsmittel bis zu Kosmetik und Sonnenschutzmitteln.

Die Kaufkraft bezieht sich dabei ausschließlich auf frei verkäufliche Produkte in Apotheken. Ebenfalls verfügbar sind Daten zur Kaufkraft Homöopathie. Auch dies sind OTC-Produkte, doch wenn man den Kaufkraftindex beider Gruppen gegenüberstellt, zeigen sich deutliche Unterschiede in der regionalen Verteilung.

Ein Blick auf diese beiden Karten verdeutlicht schon, dass die Vertriebs- und Marketingaktivitäten eines Unternehmens sehr sorgfältig abzustimmen sind auf die jeweilige Bedeutung einer Apotheke. Bei gleichen Ausgangsvoraussetzungen (wie räumliche Lage, Einzugsgebiet, Anzahl Einwohner, Altersstruktur etc.) können sich komplett unterschiedliche Bewertungen ergeben, wenn das produktbezogene Nachfragepotenzial integriert wird. Und das wiederum gibt die Chance, den Außendienst gezielter zu steuern und Marketingmaßnahmen zielgenauer an das Einzugsgebiet der Apotheken anzupassen.