Das IoT im Gesundheitswesen

Geomarketing-Potenzial in den Startlöchern


In der letzten Ausgabe der Zoom! haben wir uns mit dem Internet of Things im Einsatzbereich Urban Logistics beschäftigt. Ergänzend dazu soll hier ein kleiner Ausblick erfolgen, in welchen Bereichen im Gesundheitswesen sich durch das IoT ein enormes Potenzial auch für das Geomarketing bietet.

metamorworks/iStockPhoto.com
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Noch sieht es etwas futuristisch aus – aber wie lange noch?

Eine Fülle an Anwendungsfeldern werden bereits heute eingesetzt – teils noch zögerlich, aber nicht mehr aufzuhalten:

  • Sturzsensoren, Überwachung durch Kameras, Sensoren zur Aktivitätsanzeige und vieles mehr – was nach Big Brother klingt, kann helfen, Patienten möglichst lange in der häuslichen Umgebung zu versorgen.
  • Fitnessarmbänder, Aktivitätstracker und andere direkt am Körper getragene Sensoren helfen, den Patienten in seiner täglichen Routine zu überwachen – hält er sich an Ernährungsvorschriften, an Empfehlungen der Ärzte? Und sie ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Vermeiden von Gesundheitsproblemen.
  • Werte wie EKG, Blutdruck, Blutzucker oder Gewicht – alles Daten, die zu Hause erhoben werden und direkt an einen Arzt übermittelt werden können.
  • Nicht zu vergessen die Überwachung und Steuerung von Maschinen und Geräten in Krankenhäusern, deren Ergebnisse aber eher stationären Charakter haben.
delmagine/iStockPhoto.com
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Sensoren können helfen, im Alter länger in der vertrauten Umgebung zu wohnen.

Diese Möglichkeiten zu nutzen erfordert ein hohes Maß an Vertrauen, das die Patienten den Ärzten und den Hard- und Softwareanbietern gegenüber aufbringen müssen. Aber es birgt große Chancen für beide Seiten: Neben der Zeitersparnis, die sowohl für Patienten als auch für Ärzte greift, kann die richtige Anwendung auch die hohen Kosten im Gesundheitswesen reduzieren helfen – und damit beispielsweise die Beiträge zur Krankenkasse senken.

Die Erschließung der enormen Datenmengen, die sich aus den beschriebenen Möglichkeiten ergeben (welche bei Weitem nicht das ganze Potenzial abdecken), steckt noch in den Anfängen. Und sie erfordert Ideen, Konzepte und Ansätze, wie die Ergebnisse in die verschiedensten Prozesse der Auswertung und Analyse integriert werden können. Aber diese Daten sind da und werden sicherlich in absehbarer Zeit das Portfolio der in dieser Zoom! vorgestellten (Geo-)Daten ergänzen.